Jede fünfte B2B-Abrechnung braucht händische Nachbesserungen
Der B2B-Energiemarkt entwickelt sich mit hoher Dynamik weiter. Maßgeschneiderte Lösungen, wie individuelle Beschaffungsmodelle, Spotmarktprodukte, Tranchenlösungen oder Power Purchase Agreements (PPAs) sind längst kein Nischenthema mehr, sondern fester Bestandteil vieler Produktportfolien. Der Vertrieb reagiert damit auf steigende Kundenanforderungen nach Flexibilität, Transparenz und marktnahen Preismodellen.
Eine gemeinsame Branchenumfrage von Kreutzer Consulting und Solarize zu komplexen B2B-Energieprodukten zeigt jedoch: Während die Produktseite immer differenzierter wird, halten Prozesse und Systemlandschaften häufig noch nicht Schritt.
Produktportfolio: Klassisch stark, innovativ auf dem Vormarsch
Mit 94 % gehören klassische Festpreisprodukte zum Standardangebot für B2B-Kunden. Kombinierte Produkte bieten hingegen erst etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen an und nur 44 % PPAs oder vergleichbare individuelle Abnahmeverträge.

Abrechnung: Komplexität wird zur Herausforderung
Mit der wachsenden Produktvielfalt steigt jedoch auch die Komplexität in der operativen Umsetzung. Die Umfrage macht deutlich, dass insbesondere PPAs und individuelle Vertragsmodelle sowie Hybridprodukte in der Abrechnung als anspruchsvoll wahrgenommen werden:

Gleichzeitig sind manuelle Eingriffe weiterhin weit verbreitet. In vielen Unternehmen erfordert ein relevanter Anteil der Rechnungen händische Nachbearbeitung – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Prozesse und Systeme häufig nicht ausreichend automatisiert sind.
Was als pragmatische Lösung im Einzelfall funktioniert, wird bei steigenden Volumina zum Wachstumshemmnis:
- hoher Zeitaufwand
- begrenzte Skalierbarkeit
- erhöhte Fehleranfälligkeit
- Abhängigkeit von individuellem Expertenwissen
Bereits 45 % der befragten Versorger planen derzeit einen Wechsel der Abrechnungslösung für B2B-Produkte.
Handlungsdruck bei Systemlandschaft und Prozessen
Die Ergebnisse zeigen klar: Die Abrechnung entwickelt sich vom administrativen Backend-Thema zur strategischen Voraussetzung für Wachstum im B2B-Markt.
Wer komplexe Zeitreihen, flexible Beschaffungslogiken und individuelle Vertragsstrukturen nicht automatisiert verarbeiten kann, limitiert die eigene Vertriebsfähigkeit. Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen Energieversorger die Brücke zwischen innovativen Produkten und einer automatisierten, skalierbaren Abrechnungs-IT schlagen. Entsprechend hoch ist der Handlungsdruck bei Systemlandschaft und Prozessen.
Gerne unterstützen wir Sie bei
- der Entwicklung nachhaltiger Wachstumsstrategien,
- der Gestaltung und Weiterentwicklung Ihres B2B-Produktportfolios,
- der Optimierung Ihrer Vertriebsprozesse und
- der Auswahl geeigneter Systeme.
Für einen fachlichen Austausch stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung – sprechen Sie uns gerne an oder vereinbaren Sie einen Gesprächstermin mit uns.
Nehmen Sie auch gerne an unserer aktuellen Branchenumfrage zu Kooperationen, Beteiligungen und Übernahmen teil. Gemeinsam mit Grubengold erfassen wir zentrale Herausforderungen, bestehende Lösungsansätze und ungenutzte Potenziale von Partnerschaften in der Energiewirtschaft.
