EDL-Markt: Wer die Kunden wirklich erreicht
Für 51 % der Hauseigentümer zählen Freunde und Familie zu den wichtigsten Informationsquellen rund um Energiewende-Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen oder Wallboxen. 44 % informieren sich über Artikel und Websites mit Testberichten und Produktvergleichen, 34 % über Medienbeiträge von Fachleuten, Journalisten oder Content-Machern. Dies geht aus dem kürzlich erschienenen EDL-Kompass 2026 von Kreutzer Consulting und NORDLIGHT research hervor.

Wer im Markt für Energiedienstleistungen erfolgreich sein will, muss damit heute deutlich früher in der Customer Journey sichtbar sein. Denn bevor Verbraucher konkrete Angebote einholen oder Anbieter vergleichen, informieren sie sich zunächst über ihr persönliches Umfeld, Medienberichte, Vergleichsseiten oder Erfahrungswerte anderer Kunden.
Für Energieversorger bedeutet das: Sichtbarkeit, Reputation und positive Kundenerlebnisse gewinnen im EDL-Markt zunehmend an Bedeutung. Kunden müssen über Anbieter sprechen, Erfahrungen teilen und Angebote weiterempfehlen. Damit wird die Präsenz in Medien, Vergleichsumfeldern und digitalen Informationskanälen immer wichtiger – häufig bereits lange vor dem eigentlichen Kaufprozess.
Weiterhin zeigt die Studie, dass andere Anbietergruppen in der Customer Journey – insbesondere bei der Angebotserstellung, Beratung und dem Kaufabschluss – deutlich an Bedeutung gewinnen. Vor allem große überregionale Installationsunternehmen sowie lokale Handwerks- und Fachbetriebe sind im weiteren Entscheidungsprozess stark präsent. Stationärer Einzelhandel und Online-Shops spielen insbesondere bei standardisierten Produkten wie Wallboxen oder Smart-Home-Lösungen ebenfalls eine relevante Rolle.
Für Energieversorger ergibt sich daraus eine zentrale Herausforderung: Die vorhandene Kompetenzzuschreibung muss stärker in konkrete Angebote und Abschlüsse übersetzt werden. Denn viele Kunden nehmen Stadtwerke und Energieanbieter zwar als vertrauenswürdige Ansprechpartner wahr, entscheiden sich im weiteren Prozess jedoch häufig für spezialisierte Installationsunternehmen oder Direktanbieter.
Der EDL-Markt entwickelt sich damit zunehmend zu einem integrierten Wettbewerbsumfeld rund um Energie, Wärme, Flexibilität und digitale Vertriebskanäle. Die Marktpotenziale für Energieversorger im EDL-Markt sind hoch. Entscheidend wird künftig jedoch sein, wie gut Energieversorger Informationsphase, Beratung und Umsetzung miteinander verknüpfen und daraus durchgängige Kundenerlebnisse schaffen können.
Über die Studie «EDL-Kompass 2026»
Die Studie «EDL-Kompass 2026» basiert auf der Befragung von 4.300 Hauseigentümern, 327 Wohnungseigentümern sowie 954 Mietern und liefert Energieversorgern, Installationsunternehmen, Herstellern und anderen Marktteilnehmern fundierte Erkenntnisse für Produktentwicklung, Vertrieb und strategische Positionierung im EDL-Markt.
Das über 250-seitige Dokument analysiert die Marktentwicklung und den gesamten Entscheidungsprozess bei der Anschaffung von Energiewendeanlagen und dazugehörigen Dienstleistungen. In der Studie werden insbesondere PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Wallboxen, Klimaanlagen, Energieberatung, Balkonkraftwerke, Smart Home sowie HEMS und die Versorgung mit Strom (dynamischer Tarif) und Fernwärme untersucht.
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